Oh du………

Oh du………

Seid ihr schon angekommen? In der VOR-Weihnachtszeit? Wenn es nach den Geschäften geht, dann hat diese Zeit schon Ende September begonnen. Und heuer habe ich irgendwie das Gefühl, dass diese VOR-Weihnachtszeit tatsächlich sehr früh angefangen hat. Also nicht nur materiell sondern auch emotional. Ich bin und war schon immer ein sehr scharfer Beobachter. Ich kann mich im Besonderen an Namen und Gesichter aus meiner Kindheit erinnern und verknüpfe das sofort mit Ereignissen, die damals passiert sind. Und oft sind es eher banale Geschehnisse, die aber trotzdem mich und meine Eindrücke geprägt haben. So fällt mir ein, als Kind zB. gab es noch sowas wie „richtig, kalte“ Winter. In meiner Wohngegend gab es einen Natur-Eislaufplatz, der wurde, wenn der Wetterbericht kalte Tage voraussagte, mit völlig normalem Wasser aufgespritzt und wir Kinder hatten unzählige schöne Tage auf dem Eislaufplatz. Ja, wir haben uns so richtig bewegt und verausgabt und sind abends dann mit roten Backen und laufenden Nasen heimgekommen und waren mit frischem Sauerstoff noch die ganze Nacht versorgt. Mein Gott! War das schöööön!! Heute fast undenkbar. Wetterkapriolen spielen nicht mehr mit.  Und um ehrlich zu sein, eislaufen in einer Halle finde ich nicht soo prickelnd. Aber auch abgesehen vom Wetter, kaum wird es kalt draussen, beobachte ich keine oder wirklich nur mehr wenige Kinder. Kinder die draussen auch bei Kälte spielen, sich richtig austoben dürfen. Smartphone, Tablet und Co. sind doch um einiges gemütlicher – und wozu bewegen überhaupt? Die Folge-„Schäden“ dieser Generation sind meines Erachtens nicht abschätzbar. Haltungsschäden und Übergewicht wird bei jedem 2. Kind heutzutage festgestellt! Vorprogrammiert sind also Rückenschmerzen und Ernährungsfehler und Millionen wenn nicht Milliarden Euro, die wir in unser Gesundheitssystem investieren müssen. Na Bravo!

Wie wäre es nun, wenn Eltern mit ihren Kindern mehr Bewegung machen würden? Es gibt doch so viele Möglichkeiten, sich zu bewegen. Anfangen könnte man schon mal damit, dass man zB. Aufzüge meidet und die Treppen benützt. Geht ja auch spielerisch, wenn schon nicht anders. Oder mit dem Auto nicht direkt VOR dem Eingang eines Geschäftes zu parken, sondern weiter entfernt. Und das Kind auch mit dem Fahrrad oder Roller in die Schule fahren lassen. Nicht mit dem Auto bis fast in das Klassenzimmer!! All das und vieles mehr ist ein Anfang. Ein verlassen der Komfortzone ist mehr als überfällig!! Werdet zum Beobachter! Schaut euch um, schaut euch eure und auch andere Kinder an. Werdet Vorbilder! Kinder tun das, was Eltern tun.

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