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Superfoods – wie super sind sie eigentlich?

Superfoods – wie super sind sie eigentlich?

Sie versprechen eine enorme Nährstoffdichte, sind meistens weit gereist, nicht ganz billig und dürfen in der modernen Ernährung einfach nicht fehlen: die Rede ist von den sogenannten Superfoods. Dazu zählen zB. Goji-, Acai-, Aronia-Beeren, Chia-Samen, aber auch Avocados und Quinoa.

Diese bedeutsamen Früchte sind allesamt nicht bei uns heimisch – mit Ausnahme der Aronia. Ich darf mich stolze Aronia-Baum Besitzerin nennen und freue mich jedes Jahr über eine tolle Ernte. Jedoch, die meisten anderen Superfoods kommen aus Ländern Südamerikas oder Asiens. Mal grob geschätzt, die Entfernung von Peru nach Österreich sind gute 11.000 Kilometer. Ein massiver ökologischer Fußabdruck!
Gemessen wird der ökologische Fußabdruck einer Person oder eines Landes in Gobal Hektar (gha). Teilt man die biologisch produktive nutzbare Fläche der Erde (2010:11,9 Milliarden Hektar) auf die Erdbevölkerung auf, entfallen etwa 1,7 gha auf jeden Menschen. Mittlerweile beansprucht jede Österreicherin und jeder Österreicher im Durchschnitt 5,31 gha auf der Erde, um seine persönlichen Ansprüche zu erfüllen. Einfacher gesagt: „Wenn alle 7 Milliarden Menschen so leben würden wie wir, bräuchten wir drei Planeten von der Qualität der Erde“. (Quelle: www.bmnt.gv.at) Erschreckend, oder?

Aronia oder Apfelbeere

Abgesehen von den massiven Belastungen des Klimas sind diese Superfoods aber nun tatsächlich besser als andere? Für die meisten neuen Superfoods gibt es vor allem kommerzielle, interessengesteuerte Nährwertanalysen, die zwischen den einzelnen Anbietern erstaunlich abweichen. Veröffentlichte, wissenschaftlich basierte Daten (z. B. des U.S. Department of Agriculture USDA), geben oft nur Werte für die Hauptnährstoffe an, seltener zu Vitaminen und Mineralstoffen. Gesicherte Daten zu Enzym-Gehalten oder den Mengen einzelner sekundärer Pflanzenstoffe fehlen in der Regel. Darüber hinaus sind hier auch gar keine Bedarfswerte bekannt, was eine gesundheitliche Bewertung nahezu unmöglich macht.(Quelle:www.ugb.de)

Unsere Nachfrage bestimmt das Angebot. Wir leben in einem glückseligen Land mit hervorragendem BioAnbau von hochwertigem Obst und Gemüse. In allen Farben darf hier nicht nur genascht werden, sondern es sollten täglich mindestens 30-40 Gramm Ballaststoffe in Form von pflanzlichen Fasern verzehrt werden. Vitamine, Mineralstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe inklusive. Das freut unsere Darmbakterien und unser Immunsystem sowieso. Und natürlich freut es auch unsere Bio-Landwirte, die unglaublich tolle Pionierarbeit leisten. Für mich gibt es Superfoods nur vom heimischen Bio-Bauern. Mahlzeit!

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