Wiederbe-LEBER

Wiederbe-LEBER

Habt ihr alle die Weihnachtsfeiertage gut überstanden? Geschlemmt habt ihr doch sicher, oder? Es fällt ja auch verdammt schwer, dem leckeren, fettigen Braten aus der Röhre mit anschließendem Zuckerschock aus der Keksdose zu entkommen? ?? – und selbst wenn man standhaft bleibt, so bleibt die Frage von Tante, Onkel, Oma und Opa nicht aus: „Magst noch a Stückerl? Geh nimm dir noch was!“ Und so verhält sich dann der ganze Nachmittag und ständig hat man etwas im Mund. Es wird gegessen, obwohl gar kein Hunger vorhanden ist. Man möchte meinen ein Hamster zu sein, mit dem Unterschied, dass man sich nicht die Backen vollschlägt, sondern den Bauch ordentlich füllt. Bewegt wird sich nur von der Küche bis zum Wohnzimmer und wieder retour und dann wird sich schlafen gelegt. Kennt ihr dieses unangenehme Gefühl mit überfülltem Bauch im Bett zu liegen? Ich kann in so einem Fall damit rechnen, nicht schlafen zu können, deshalb lasse ich es auch gar nicht so weit kommen. Denn, viele wissen gar nicht, was sie hier eigentlich dem Körper zumuten. Höchstleistung an Verdauungsarbeit ist in den nächsten Stunden gefragt. Dabei möchte unsere Verdauung nachts Ruhe haben. Und nun diese Strapazen⚡!! Was passiert jetzt eigentlich☹? Wenn die Nahrung geschluckt ist, dann landet sie im Magen. Je nachdem wie gut wir gekaut haben, wird die grob und fein zerkleinerte Nahrung durch die Magensäure zersetzt. In sehr kleine Bestandteile. Die Magensäure ist übrigens die stärkste Säure in unserem Körper. Gerade wenn wir im Bett liegen kann dann schon mal Säure in der Speiseröhre hochkommen – viele kennen dies als lästiges Sodbrennen. Hat der Speisebrei die Magensäure nun überstanden, dann geht es weiter in den Zwölffingerdarm und Dünndarm. Dort wird durch Verdauungsenzyme die Säure neutralisiert. Hierfür gibt es Drüsen. Die größte davon ist unsere Leber. Ein mächtiges Organ, dass gerne unterschätzt wird. Die Aufgaben der Leber sind sehr vielfältig. Unter anderem ist sie dafür zuständig, Fett zu verwerten. Wenn man nun zuviel isst, dann kann die Leber nicht alles verwerten und speichert es einfach! An der Leber sind auch die Bauchspeicheldrüse und die Galle angeschlossen. Die Leber leitet auch einen Teil der Abfallstoffe in die Gallenflüssigkeit, die in der Gallenblase gespeichert wird und dann in den Dünndarm fließt. Alkohol wird zum Beispiel in der Leber in eine für den Körper ungefährliche Substanz umgewandelt. Wenn die Alkoholmenge gering ist, gelingt das der Leber mühelos. Bei größeren Mengen, auch über längeren Zeitraum wird die Leber geschädigt. Leider häufen sich jedoch die Beschwerdebilder einer „nichtalkoholischen Fettleber“, die sich einfach nur durch falsche Ernährung verfettet. 40% der über 60jährigen sind bereits davon betroffen?!! Außerdem hat die Leber eine enorme Wirkung auf unseren Hormonstoffwechsel. Die Leber selbst kann zwar keine Hormone produzieren, jedoch werden die von den Hormondrüsen hergestellten Hormone in der Leber zerlegt und metabolisiert. Wenn also die Leber nun überlastet ist, kann man sich die Konsequenzen für das Hormonsystem vorstellen!

Wie kann ich nun der Leber helfen? Zuerst einmal, die Ernährung ändern. Fett, Alkohol, Zucker (vor allen Dingen Fructose!!) meiden und frische Vitalkost?? konsumieren. Gemüse sollte immer gedünstet werden, da Rohkost die Funktion der Leber ebenso beeinträchtigen kann. Mit Kohlehydrate wie Getreide, Reis, Kartoffeln (Stärke!!) sparsam umgehen, dafür auf eiweißreiche Kost umsteigen. Ausserdem mag es die Leber gerne bitter. Bitterstoffe helfen der Leber bei der Arbeit. Mariendistel, Löwenzahn oder Wermut sind hier sehr zu empfehlen. Und nicht zu vergessen, macht euch auch regelmässig einen Leberwickel! Die Leber wird durch die Wärme angeregt – aber Vorsicht! – dass macht ganz schön müde, daher eher abends anwenden.

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